Einsatzgruppenversorger „Berlin“ beteiligt sich an SNMG 1
Schiff verlässt Wilhelmshaven und übernimmt im NATO-Verband Manöver sowie Versorgungsaufgaben

Der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ verlässt am Donnerstag, den 27. August 2026, um 12 Uhr seinen Heimathafen Wilhelmshaven. Das Schiff steht dabei unter dem Kommando von Fregattenkapitän Martin Kiesewetter und nimmt an der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) teil.
Kiesewetter verweist auf das zurückliegende Einsatzausbildungsprogramm und die dabei erreichte Einsatzbereitschaft der Besatzung. Nach seinen Angaben hat diese Ausbildung die Mannschaft geprägt und zu einer „Kampfgemeinschaft“ zusammengeschweißt.
Im NATO-Verband übernimmt die „Berlin“ verschiedene Aufgaben. Dazu gehören operative Manöver ebenso wie die Versorgung anderer Kampfeinheiten. Genannt wird auch das Betanken anderer Einheiten auf See, bei dem bis zu drei Kriegsschiffe nebeneinander fahren und der Abstand zwischen den Schiffen rund 50 Meter beträgt.
Auch in den Häfen soll die Besatzung die NATO und Deutschland als „Botschafter in Blau“ vertreten. Neben der Stammbesatzung werden unter anderem Soldaten des Marinefliegergeschwaders 5 aus Nordholz sowie medizinisches Fachpersonal an Bord sein.
Insgesamt verlässt der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ mit rund 200 Soldatinnen und Soldaten Wilhelmshaven. Der Einsatz soll bis Ende Januar 2027 dauern.
Hintergrund zur SNMG 1
Die Standing NATO Maritime Group 1 besteht aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie meist einem Versorgungsschiff verschiedener NATO-Mitgliedsstaaten. Der maritime Einsatzverband der NATO besteht seit 1967; bis 2005 trug er den Namen „Standing Naval Force Atlantic“.
Zur Berlin-Klasse
Die drei Schiffe der Berlin-Klasse versorgen Einsatzverbände in See mit Kraftstoff, Verpflegung, Material und Munition. Als Multifunktionsschiffe stellen die Einsatzgruppenversorger außerdem medizinische Spezialkapazität und satellitenbasierte Kommunikationstechnik für Führungsaufgaben bereit. Zudem unterstützen sie den Flugbetrieb; im Hangar vor dem Flugdeck finden zwei Marinetransport-Hubschrauber vom Typ Sea Lion Platz.
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