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Tarifrunde in deutschen Seehäfen: ver.di fordert deutlich mehr Lohn

Start am 22. Juli 2026 – erste Verhandlung in Bremen, Warnstreiks nach Ende der Friedenspflicht

Von Herold Politik

Mit einer Forderung nach deutlich höheren Stundenlöhnen startet am Mittwoch, 22. Juli 2026, die Tarifrunde in den deutschen Seehäfen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verlangt eine Erhöhung der Stundenlöhne um 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde mehr.

Die Tarifrunde betrifft nach Gewerkschaftsangaben rund 11.000 Beschäftigte an den Standorten Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven.

Forderung mit Fokus auf untere und mittlere Lohngruppen

Beschlossen wurde die Forderung von der Bundestarifkommission von ver.di auf Grundlage einer Mitgliederbefragung. Die Mindesterhöhung von 2,50 Euro pro Stunde soll dabei insbesondere die unteren und mittleren Lohngruppen stärken.

Ver.di verweist auf stabile Lage der Branche

Nach Einschätzung der Gewerkschaft ist die wirtschaftliche Entwicklung der Hafenunternehmen stabil. Ver.di-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch bilanzierte gemeinsam mit Francisca Bier, die Branche sei insgesamt stabil und erfolgreich unterwegs.

Die Beschäftigten in den Seehäfen hätten nach Darstellung der Gewerkschaft in den vergangenen Jahren auch unter schwierigen Bedingungen die Lieferketten aufrechterhalten. Ver.di verweist zudem auf steigende Umschläge, gute Unternehmensergebnisse und wachsende Anforderungen.

Auftakt der Verhandlungen in Bremen

Die erste Verhandlungsrunde mit dem Zentralverband der deutschen Seehäfen (ZDS) beginnt am Mittwochvormittag, 22. Juli, in Bremen.

Bis zum 30. Juli 2026 gilt noch die Friedenspflicht. Erst danach sind Warnstreiks möglich.

Zentrale Punkte der Tarifrunde

  • Forderung von ver.di: 8,2 Prozent mehr Stundenlohn
  • Mindesterhöhung: 2,50 Euro pro Stunde
  • Betroffene Beschäftigte: rund 11.000
  • Standorte: Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven
  • Auftakt der Verhandlungen: 22. Juli 2026 in Bremen
  • Friedenspflicht: bis 30. Juli 2026

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