Grundsteinlegung für neue Kita in Bremerhaven-Lehe

Träger Initiative Jugendhilfe plant Ersatz für den Standort an der Bütteler Straße und bietet 120 Betreuungsplätze

Kita-Kinder legten gemeinsam mit Erzieherinnen, Robert Reichstein vom Amt für Jugend, Familie und Frauen (2. von rechts) und Dezernent Martin Günthner (ganz rechts) den Grundstein für die Kita Weichselstraße.
Kita-Kinder legten gemeinsam mit Erzieherinnen, Robert Reichstein vom Amt für Jugend, Familie und Frauen (2. von rechts) und Dezernent Martin Günthner (ganz rechts) den Grundstein für die Kita Weichselstraße.Foto: Magistrat

In Bremerhaven-Lehe ist am Freitag, 28. August 2026, der Grundstein für die neue Kindertagesstätte in der Weichselstraße gelegt worden. Träger der Einrichtung wird die Initiative Jugendhilfe.

Die neue Kita soll die bisherige Einrichtung an der Bütteler Straße ersetzen, deren Mietvertrag gekündigt wurde. Künftig sind dort 120 Betreuungsplätze vorgesehen. Das bedeutet eine deutliche Erweiterung gegenüber bisher 76 Plätzen. Geplant sind 100 Plätze für Kinder über drei Jahren und 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren.

Bedeutung für den Stadtteil

Stadtrat Martin Günthner, Dezernent für Arbeit, Soziale, Jugend, Familie und Frauen, bezeichnete das Vorhaben als einen zentralen Baustein für die Betreuungsinfrastruktur im Stadtteil Lehe. Zugleich sei es ein wichtiger Schritt beim Ausbau der frühkindlichen Bildung in Bremerhaven.

Mit dem Neubau reagiere die Stadt auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen und schaffe moderne Räumlichkeiten, die den Anforderungen an zeitgemäße frühkindliche Bildung gerecht würden, so Günthner. Die Kita werde damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Familien in Lehe leisten und die Bildungslandschaft im Stadtteil nachhaltig stärken.

Rückblick auf den Weg zum Neubau

Günthner erinnerte daran, dass das Vorhaben nicht von Anfang an unumstritten gewesen sei. Es sei von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der Initiative „Baumrettung Lehe“ kritisch begleitet worden. Im Mittelpunkt der Bedenken hätten der gewählte Standort, der Eingriff in den Grün- und Baumbestand, die ökologischen Folgen sowie mögliche Alternativstandorte gestanden. Auch Fragen zur Nachbarschaft und zum Umfeld des Standortes seien aufgeworfen worden; zudem sei eine Petition eingereicht worden.

Die Kritik sei gehört, politisch geprüft und in den Entscheidungsprozess einbezogen worden, sagte Günthner. Die Stadt sehe sich in der Verantwortung, Kinderbetreuung und Umweltschutz nicht gegeneinander auszuspielen. Der notwendige Ausbau der Kita-Plätze müsse mit einem möglichst verantwortungsvollen Umgang mit Grün- und Naturflächen einhergehen. Daher würden Ausgleichs- und Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt.

Zum Abschluss dankte Günthner der Initiative Jugendhilfe, der Verwaltung, den Planungsbeteiligten, der Politik und allen, die am Bau mitwirken, für ihr Engagement. Eine gute Kita entstehe nicht allein durch ein gutes Gebäude, sondern durch engagierte Fachkräfte und die Zusammenarbeit mit den Familien.

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