Initiative „Smart Region Ostfriesland“ startet mit gemeinsamer Dateninfrastruktur
Landkreise Leer, Aurich und Wittmund sowie die Stadt Emden setzen „Roadmap MOIN“ mit geförderten 180.000 Euro um
Ostfriesland startet eine gemeinsame Smart-Region-Initiative. Die Landkreise Leer, Aurich und Wittmund sowie die Stadt Emden bauen mit dem Projekt „Smart Region Ostfriesland“ eine gemeinsame Dateninfrastruktur für die Region auf.
Den Förderbescheid übergab Niedersachsens Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, bei einer feierlichen Stunde im Schloss Evenburg in Leer an die Landräte Matthias Groote, Olaf Meinen und Holger Heymann sowie an Oberbürgermeister Tim Kruithoff.
Die vier Partner hatten zuvor mit der „Roadmap MOIN“ die konzeptionelle Grundlage für die gemeinsame Dateninfrastruktur erarbeitet. Mit dem neuen Vorhaben setzen sie diese nun praktisch um.
Das Land Niedersachsen fördert das Umsetzungsprojekt mit 180.000 Euro. Die Gesamtkosten liegen bei 450.000 Euro. Die verbleibenden 270.000 Euro tragen die vier beteiligten Kommunen zu gleichen Teilen. Zusätzlich erhielten die Landkreise Leer und Aurich jeweils einen Bescheid über 50.625 Euro Kofinanzierungshilfe. Diese Unterstützung ist für finanzschwache Kommunen zur Deckung der Eigenanteile für EU-geförderte Vorhaben vorgesehen.
Digitale Lösungen für den Alltag
Im Vorprojekt „Roadmap MOIN“ wurden gemeinsam mit regionalen Akteuren konkrete Handlungsfelder ermittelt. Diese bilden nun die Grundlage für das Nachfolgeprojekt. Dort sollen digitale Lösungen schrittweise im Alltag nutzbar gemacht werden, etwa durch Echtzeitdaten für den Hochwasser- und Katastrophenschutz oder durch eine datengestützte Verbesserung der Radwegeinfrastruktur.
Regionaler Datenraum als Herzstück
Technisches Zentrum des Projekts ist ein sogenannter regionaler Datenraum. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame digitale Plattform für ganz Ostfriesland. Kommunen und Unternehmen können dort ihre Sensor- und Servicedaten nach einheitlichen Standards bereitstellen, prüfen und sicher austauschen.
Ein zentraler Datenkatalog soll die verfügbaren Daten kreisübergreifend auffindbar und direkt nutzbar machen. Landrat Matthias Groote sagte dazu, dass die Daten aus den einzelnen Ämtern und Kommunen für alle nutzbar gemacht werden sollen und das Projekt ein starkes Zeichen für die Region setze. Mit dem Vorhaben sollen die Grundlagen für ein modernes, gut vernetztes Ostfriesland geschaffen werden.
Startschuss für die Umsetzung
Mit der Übergabe der Förderbescheide beginnt nun die praktische Umsetzung. Nach Angaben der Beteiligten ermöglicht die finanzielle Unterstützung des Landes Niedersachsen, die erarbeiteten Konzepte in die Tat umzusetzen und die regionale Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Ministerin Melanie Walter betonte bei der Übergabe, dass der eigentliche Wert der Digitalisierung dort entstehe, wo Menschen, Organisationen und Regionen Informationen teilen, zusammenarbeiten und daraus neue Lösungen entwickeln. Das Projekt „Smart Region Ostfriesland“ schaffe dafür die digitale Grundlage und soll dazu beitragen, den Alltag der Menschen zu erleichtern, die Verwaltungen zu stärken und die Region insgesamt zukunftsfähiger zu machen.
Mit der Smart Region haben die vier Partner nach eigenen Angaben die bislang fragmentierten digitalen Ansätze in Ostfriesland gebündelt und die Voraussetzungen geschaffen, um Open Data verbindlich in der Region zu verankern.
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